Sommerzeit

Durch hohe Temperaturen und vermehrten Insektenflug bedarf es im Sommer vermehrter Vorsicht. Hier erhalten Sie ein paar allgemeine Informationen über mögliche Beschwerden in der heißen Jahreszeit:

Sonnenbrand und UV-Schäden
  • Schutz: Sonnencreme SPF 30+, regelmäßig neu auftragen (alle 2 Stunden bzw. öfter bei Schwitzen).
  • Weitere Maßnahmen: schützende Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille mit UV-Schutz; Mittagssonne möglichst meiden.
  • Was tun bei leichter Hautrötung: kühlende Umschläge, Aloe-Vera; ggf. schmerzstillende Cremes.
  • Bei Blasen oder starken Schmerzen oder systemischen Beschwerden Arzt konsultieren.
  • Hinweis: Manche Medikamente machen die Haut lichtempfindlich (Photosensibilisierung).
Hitzeerschöpfung und Hitzewarnungen
  • Anzeichen: Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, trockener Mund, leicht erhöhter Puls.
  • Was Sie tun können:
    – Viel trinken (Wasser, Elektrolyte, ungesüßter Kräutertee).
    – Leichte, atmungsaktive Kleidung; Schatten nutzen; eincremen (SPF 30+, siehe oben).
    – Regelmäßige Pausen bei körperlicher Aktivität; kühlende Umgebung suchen.
    – Besondere Gruppen: Kinder, ältere Menschen und chronisch kranke Personen häufiger kontrollieren (Flüssigkeit, Umgebung kühlen).
Hitzeschlag – sofort handeln
  • Alarmzeichen: Verwirrtheit oder Desorientierung, starkes Schwitzen, Übelkeit/Erbrechen, Bewusstseinsstörungen.
  • Was. Sie tun können:
    – Sofort kühlen: kühler Raum, feuchte Tücher, Umluft, ggf. eine kühle Dusche.
    – Notruf wählen (112) bei Bewusstseinsstörung, Atemnot oder starkem Unwohlsein.
    – Nicht mit Eisbad überkühlen; medizinische Betreuung organisieren.
Dehydration (Flüssigkeitsmangel)
  • Risikogruppen: Sporttreibende, Diuretika-Nutzer, ältere Menschen, Kleinkinder.
  • Anzeichen: dunkler Urin, Mundtrockenheit, Verwirrung, Schwindel, Kreislaufprobleme.
  • Was Sie tun können:
    – Regelmäßig Flüssigkeit trinken, auch ohne Durst.
    – Bei Hitze oder längerer Belastung Elektrolyte zuführen (isotonische Getränke, Rehydratationslösungen).
    – Im Zweifel ärztliche Abklärung und ggf. Elektrolytbestimmung.
Insektenstiche und Allergien
  • Prävention: Mückenschutz durch Moskito-Abwehr, Netze, lange Kleidung.
  • Vorbereitung: Allergie-Medikamente griffbereit (z. B. Antihistaminika); ggf. Topika.
  • Notfallplan: bei Schwellung im Gesicht/Atemnot/Sturzgefühl sofort medizinische Hilfe rufen.
  • Für bekannte Allergien empfehlen wir ein Notfallset (z. B. Adrenalin-Auto-Injector) und Schulung.
Praxis-Tipps
  • Bringen Sie bei Terminen im Sommer aktuelle Informationen zu Medikation und Vorerkrankungen mit.
  • Bei bekannten Allergien oder bestehenden Erkrankungen klären wir individuelle Notfallpläne.
  • Notrufnummern und ggf. ein Notfallset besprechen – besonders für Reisen oder Sportevents.

Sprechen Sie uns jederzeit an, wenn Sie oder Ihre Angehörigen zu einer der gefährdeteren Gruppen gehören (Kinder, Ältere, chronische Erkrankungen) – wir unterstützen Sie gerne mit konkreten Empfehlungen für Ihre Situation.

Ihr Praxisteam